Personalmanagement im Strukturwandel GmbH

Großteil ehemaliger Höll-Mitarbeiter

erfolgreich vermittelt

Von Thomas Sponticcia, 15.06.2014 Die im Dezember 2013 eingerichtete Transfergesellschaft zur Weitervermittlung von Höll Mitarbeitern an andere Unternehmen arbeitet erfolgreich. 29 der 43 Betroffenen sind schon vermittelt. Von den 43 Höll- Mitarbeitern, die im Dezember 2013 als Folge der Insolvenz des Unternehmens in eine Transfergesellschaft gewechselt sind, um wieder eine Beschäftigung zu finden, haben 29 bereits Arbeit gefunden. Das sagte gestern Theo Bilsdorfer von der Transfergesellschaft PIS gegenüber unserer Zeitung. Selbst Mitarbeiter um die 50 und älter konnten in relativ kurzer Zeit erfolgreich vermittelt werden, betont Bilsdorfer. 18 Teilnehmer in der Transfergesellschaft sind über 50, elf davon bereits beim neuen Arbeitgeber. Insgesamt stehen der Transfergesellschaft für die Vermittlung rund 525 000 Euro zur Verfügung. Ein Großteil der Finanzhilfe stellt die EU aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Weitere 100 000 Euro hat der Höll-Insolvenzverwalter beigesteuert, 240 000 Euro nimmt der Fleischwarenfabrikant Kunzler in die Hand, der Höll nach der Insolvenz übernommen hat. Mit dem Geld wurden auch zusätzliche Qualifizierungs- Kurse finanziert, um die Chancen Betroffener in anderen Berufen zu erhöhen. Dazu gehörten Kurse in den Bereichen Informationstechnologie (IT) und Rechnungswesen, aber auch Schulungen zum Fahrer von Arbeitsmaschinen oder Bussen. Bilsdorfer weist darauf hin, dass einige Betroffene innerhalb der Transfergesellschaft Qualifizierungs- Lehrgänge machen können, die ein normaler Arbeitsloser nicht finanziert bekäme. Immerhin koste ein Busführerschein im Schnitt 7000 Euro. Zumal Busunternehmer Fahrer nicht auf Vorrat ausbildeten. Da die Saarpfalz-Bus einen größeren Auftrag in Rheinland-Pfalz bekommen hat, habe die Qualifizierung Sinn gehabt. Leider, so Bilsdorfer, hätten sechs Leute in der Transfergesellschaft ihre Mitwirkung komplett abgelehnt, selbst bei Angeboten mit gleicher Bezahlung wie bisher. Diese Fälle würden nicht mehr betreut. Die Transfergesellschaft beendet ihre Arbeit Ende September. ts Quelle: Saarbrücker Zeitung
Große Hoffnung in Beckingen Für das Schraubenwerk besteht die Chance, einen neuen Investor zu finden Von Margit Stark, 13.06.2015 Nachdem der Insolvenzverwalter dem ehemaligen US-Eigner Whitesell Betriebsimmobilien, Maschinen, Urkunden und Patente abgerungen hat, besteht jetzt die Chance, das Unternehmen zu retten. Interessenten gibt es. Für die Mitarbeiter der Beckinger Schraubenfabrik ist es ein Genuss, wie Insolvenzverwalter  Biner Bähr die harte Bergetappe genommen hat. In Verhandlungen hat er dem ehemaligen US-Eigner Whitesell Betriebsimmobilien, Maschinen, Urkunden und Patente abgerungen und „ihn vor die Tür gesetzt“. „Whitesell ist weg“, jubeln Betriebsrat Gerfried Lauer und Guido Lesch, zweiter Bevollmächtiger der IG Metall (die SZ berichtete). Seriöser Investor gewünscht „Jetzt besteht die große Chance, einen neuen, seriösen Investor zu finden und so das traditionsreiche Unternehmen zu retten“, kommentiert Daniel Minas, stellvertretender Fraktionschef der CDU Gemeinderatsfraktion die Nachricht von Biner Bähr. „Wertschätzung ist der zentrale Faktor zur Herstellung eines positiven Betriebsklimas. Ich hoffe, dass die Mitarbeiter endlich für ihren Einsatz, ihre Loyalität und ihren Durchhaltewillen mit einem sicheren Arbeitsplatz belohnt werden“, lautet sein Wunsch. . Die Zeit des Bangens, der Unsicherheit und täglichen Angst um die Existenz muss laut Minas schnell beendet werden. „Die Mitarbeiter haben es verdient, dass der Wert ihrer Arbeit wieder von einem seriösen Investor geschätzt wird.“ Die Belegschaft nennt der Kommunalpolitiker  das größte Kapital des Beckinger Werkes. Ein solches Team wie  das in Beckingen kann sich nach seiner Auffassung jeder Investor nur wünschen, „denn sein Einsatzwillen und Durchhaltevermögen sind beeindruckend.“ Eine Übernahme der Firma sei ohne Gebäude, Patente und Maschinen bedauerlicherweise sehr unwahrscheinlich gewesen. Daher lasse die Rückführung der Firmenwerte die berechtigte Hoffnung auf eine baldige Lösung zu Gunsten der Belegschaft zu. Jetzt gelte es, mit möglichen Interessenten zu verhandeln.    „Unser Fraktionsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Frank Finkler hat und wird weiter auf Landesebene die Entwicklung des Unternehmens im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen“, sagt Minas zu. Eines ist für ihn gewiss: „Mit dem richtigen Käufer werden sicherlich auch die Kunden zurück zu  gewinnen sein, denn diese schätzen die Produkte aus Beckingen. Ein Unternehmen, welches qualifizierte und engagierte Mitarbeiter zu schätzen weiß, braucht das Schraubenwerk, brauchen die Mitarbeiter, braucht die Gemeinde.“ Feiern die rund 180 Mitarbeiter diesen Erfolg, so haben viele ihrer ehemaligen Kollegen ebenfalls Grund zur Freude – über eine neue Stelle. „36 von 98 Leuten sind noch zu vermitteln“, sagte Theo Bilsdorfer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Personalmanagement im Strukturwandel .   Im Frühjahr waren die ehemalige Mitarbeiter nach ihrer Kündigung in der Transfergesellschaft aufgefangen worden, die eigens für sie aus der Taufe gehoben worden war. Binnen einer Woche ist sie laut Bilsdorfer ins Leben gerufen worden – als einzige für die Whitesell-Gruppe in Deutschland. Schulungen standen laut Bilsdorfer für die Leute auf dem Stundenplan – ob die Vertiefung in die EDV in einem IT-Kompetenzkurs, die Auffrischung für den Gabelstaplerführerschein oder eine Ausbildung für dessen. 49 Leute haben neue Stelle Auch hatten die Leute die Chance, bei Praktika in Unternehmen zu schnuppern. Das Ergebnis binnen gut zwei Monaten: 48 der Leute haben eine neue Stelle – ob bei Homanit, Saarstahl oder bei der Schweizer Firma Helvetia Packaging, die auf die Herstellung von Getränkeverpacken spezialisiert ist und sich auf dem Lisdorfer Berg angesiedelt hat. „14 können altersbedingt in Rente gehen, 36 sind noch zu vermitteln.“ Daher nennt er es notwendig, dass die Transfergesellschaft um weitere acht Monate verlängert wird. Gewerkschafter Lesch ist sich sicher: Die Transfergesellschaft war zunächst auf drei Monate angelegt worden, mit der Option um eine Verlängerung um weitere acht Monate, wenn es weitergeht. Und es geht weiter“, sagt der IG-Metaller. „Es gibt viele ernsthafte Interessenten. Die Chancen nicht schlecht.“ Quelle: Saarbrücker-Zeitung

Transfergesellschaft für Saar-Schraubenwerk

soll weiterlaufen

Von Volker Meyer zu Tittingdorf, 12.06.2015 Die Transfergesellschaft für entlassene Beschäftigte der insolventen Beckinger Schraubenfabrik wird offenbar weitergeführt. Das sagte Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke (SPD) zu. Die Gesellschaft war Ende März zunächst für drei Monate gegründet worden – mit der Option auf eine achtmonatige Verlängerung, wenn sich eine Perspektive für das Traditionswerk abzeichnet. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir bereit, die Beschäftigungsgesellschaft weiterzuführen“, sagte Barke. Hintergrund dafür ist die Einigung, die der Insolvenzverwalter Biner Bähr mit dem als Heuschrecke geltenden bisherigen US-Eigentümer Whitesell erzielt hat. Nach Luxemburg verlagerte Firmenwerte werden demnach in die Insolvenzmasse zurückübertragen (wir berichteten). Damit ist der Weg frei für den Einstieg von Interessenten. Mehrere Angebote lägen vor – für das Werk Beckingen, aber auch die die gesamte deutsche Schraubengruppe mit ihren vier Standorten. Indes zieht Theo Bilsdorfer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Personalmanagement im Strukturwandel, eine positive Zwischenbilanz für die Transfergesellschaft. „98 Mitarbeiter sind eingetreten, 48 sind vermittelt“ – haben also eine andere Stelle oder eine feste Jobzusage, erläutert Bilsdorfer. So der Stand Ende Mai. 14 frühere Beschäftigte der Schraubenfabrik steuern auf die Rente zu, so dass noch 36 zu vermitteln bleiben. Damit hätten sich mehr als 60 Prozent der Fälle geklärt. Bundesweit liege die durchschnittliche Quote von Transfergesellschaften bei 50 Prozent – nach einem Jahr, nicht schon nach zwei Monaten. Dass viele Beschäftigte qualifizierte Metallfacharbeiter seien, habe die Vermittlung erleichtert, sagt Bilsdorfer. Auch habe geholfen, dass der Verpackungshersteller Helvetia Packaging für sein neues Werk auf dem Lisdorfer Berg Personal gesucht habe. Quelle: Saarbruecker-Zeitung

Schlecker: Modellprojekt zur

Integrationsbegleitung war erfolgreich 

Pressemitteilung vom 26.08.2013 - 12:30 Uhr Mit einer positiven Bilanz endete nach etwas mehr als einem Jahr ein saarländisches Modellprojekt zur Integration von ehemaligen Beschäftigten der Firma Schlecker. Arbeitsminister Heiko Maas ließ sich von Teilnehmerinnen des Modellprojekts über deren Erfahrungen berichten. Ihr Fazit war positiv: Die individuelle Betreuung habe die Suche nach neuer Arbeit erheblich erleichtert. Dahinter steht ein Coaching, das im Zusammenhang mit der Schlecker-Insolvenz vom Wirtschaftsministerium im Rahmen seines Sechs-Punkte-Plans zusätzlich zu den Möglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellt wurde. An dem Projekt nahmen 217 Frauen teil. Nur 27 Prozent von ihnen sind heute noch auf der Suche nach Arbeit. „Mehr als die Hälfte von ihnen hat einen Arbeitsplatz gefunden oder wurde in eine Qualifizierungsmaßnahme vermittelt“, sagte Minister Heiko Maas bei der Vorstellung der Ergebnisse. Er lobte die gute Zusammenarbeit der Projektpartner. Es sei wichtig gewesen, „in einer besonderen Situation besondere Integrationsangebote zu machen.“ Viele der vorwiegend weiblichen Schlecker-Beschäftigten seien alleinerziehend oder über 45 Jahre alt gewesen: „Das sind Merkmale, die eine Arbeitssuche oft schwierig machen.“ Im Rahmen des Modellprojektes wurde die Möglichkeit der Integrationsbegleitung auch Frauen in vergleichbarer Situation, die nicht bei Schlecker gearbeitet hatten, eröffnet. Die Kosten lagen bei 60.000 Euro. Integrationsbegleiter unterstützten die Betroffenen dabei, ihre individuellen Problemlagen zu überwinden. Sie erarbeiteten mit den Teilnehmerinnen eine realistische Einschätzung der individuellen Chancen und Möglichkeiten. Sie halfen schließlich dabei, den durch die Arbeitsagentur entwickelten Berufswegeplan umzusetzen. Die positiven Zahlen seien „Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit der Arbeitsagentur mit den Integrationsbegleitern“, resümierte auch Hans-Hartwig Felsch von der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. Theo Bilsdorfer, Geschäftsführer der beauftragten Gesellschaft für Personalmanagement im Strukturwandel (PiS GmbH), zog ebenfalls eine positive Bilanz: „Eine solch hohe Quote an in Arbeit und Qualifizierung vermittelten Teilnehmern ist besser, als wir zu Beginn zu hoffen gewagt hatten. Durch die zusätzliche Betreuung, ergänzend zu den Möglichkeiten der Arbeitsagentur, konnte für viele Teilnehmer eine neue Perspektive aufgezeigt werden.“ Die PiS GmbH (Nalbach) verfügt über reichhaltige Erfahrung in der Betreuung von Arbeitssuchenden mit besonderen Problemlagen. Auch aus Sicht der Arbeitnehmer waren Erfahrung und Fachwissen der Integrationsbegleiter eine wertvolle Hilfe. Elke Sänger, ehemaliges Mitglied des Schlecker- Gesamtbetriebsrates: „Die Beratungstermine haben den Kolleginnen viel Kraft und Zuversicht gegeben.“ Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr - Saarland
Zukunft des Beckinger Schraubenwerkes gesichert Wie aus der Pressemitteilung von White & Case-Partner Dr. Biner Bähr mitgeteilt wurde, werden die beiden Schraubenwerke Beckingen und Schrozberg von Tochtergesellschaften der Koninklijke Nedschroef Holding B.V. ("Nedschroef") übernommen. Die Risiken in diesem Insolvenzverfahren waren nach Ansicht von Guido Lesch,  2. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen, wesentlich größer als die Chancen. Whitesell hat bei den Kunden "verbrannte Erde" hinterlassen, so Lesch. Bedingt durch die Kundenpolitik von Whitesell sind die Werke derzeit nur noch mit rund 15 Prozent ausgelastet. Trotz dieser geringen Auslastung werden in Beckingen 141 Arbeitsplätze gesichert. Mit der Perspektive wieder auf einen höheren Personalstand auszubauen, wenn das verlorene Vertrauen zu Kunden zurückgewonnen wird. Der Betriebsratsvorsitzende von Whitesell Beckingen, Gerfried Lauer und der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Völklingen, Guido Lesch sind sich einig: "Das Beckinger Werk stand bei Kunden immer gut im Kurs was Zuverlässigkeit, Qualität und Liefertreue anbelangt. Mit Nedschroef als europaweit anerkanntem Schraubenproduzenten können wir verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen, um somit den Beckinger Standort wieder auf die Erfolgsspur zu bringen." Das Instrument Kurzarbeit und eine Transfergesellschaft werden genutzt, um Entlassungen zu verhindern. Lesch und Lauer geben sich selbstbewusst: "Wir müssen die Herausforderung annehmen, um dem Standort und den Beschäftigten eine Perspektive zu erhalten. Alle Alternativen, die in der Diskussion waren, sind für Standort und Beschäftigte keine wirkliche Perspektive gewesen." Gerfried Lauer und Guido Lesch danken auch der Landesregierung und insbesondere der Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger für die tatkräftige Unterstützung während des gesamten Insolvenzverfahrens. Mit der Unterstützung der Landesregierung, mit der auch eine Transfergesellschaft installiert werden konnte, konnten wir die Betroffenen vor unmittelbarer Arbeitslosigkeit schützen. Rund 80 Prozent sind wieder im ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Die Transfergesellschaft mit Geschäftsführer Theo Bilsdorfer hat hier einen guten Job gemacht. Quelle: IGM-Völklingen
Neue Jobs für Ex-Whitesell-Mitarbeiter Hohe Erfolgsquote für Transfergesellschaft der Beckinger Schraubenfabrik Die   Transfergesellschaft,   die   vor   einem   Jahr   für   entlassene   Beschäftigte   der   damals   insolventen   Beckinger Schraubenfabrik   gegründet   wurde,   hat   für   fast   alle   Betroffenen   eine   Lösung   finden   können.   91   Prozent der    Personen    konnten    wir    eine    neue    Perspektive    geben “,    zog    Wirtschaftsministerin    Anke Rehlinger   (SPD)   gestern   Bilanz.   Die   bundesweite   Quote   in   Transfergesellschaften   liege   bei   etwa   50   Prozent, sagte   Theo   Bilsdorfer,   Geschäftsführer   der   Gesellschaft   für   Personalmanagement   im   Strukturwandel   (PiS), die    das    Projekt    betreute.    Ende    Februar    war    die    Transfer-Maßnahme    ausgelaufen.98    Mitarbeiter    des früheren     Standorts     des     als     Heuschrecke     geltenden     US-Unternehmens     Whitesell     waren     in     die Transfergesellschaft    eingetreten.    72    davon    sind    in    neue    Jobs    vermittelt    worden,    drei    absolvieren    eine Weiterbildung,   14   gehen   unmittelbar   auf   die   Rente   zu.   Damit   sind   89   Betroffene   versorgt   (91   Prozent), neun   suchen   noch   eine   Stelle.   Diese   Zahlen   gehen   aus   dem   Abschlussbericht   der   PiS   hervor.   Allein   „in sieben   Firmen   wurden   49   Mitarbeiter   –   also   die   Hälfte   aller   Betroffenen   –   vermittelt“.   Bemerkenswert   sei, dass   auch   22   Ältere   über   50   Jahre   wieder   in   Lohn   und   Brot   gebracht   werden   konnten,   sagte   Bilsdorfer.   Die Ergebnisse    in    Beckingen    hätten    im    Oktober    auch    an    den    früheren    Whitesell-Standorten    Neuwied (Rheinland-Pfalz)   und   Schrozberg   (Baden-Württemberg)   zu   Transferlösungen   geführt.   Die   Erfolgsquote der PiS liege dort bislang bei 60 Prozent. Quelle: Saarbrücker-Zeitung
Das Land bekommt sein Geld zurück Am    Ende    hat    die    Förderung    der    Transfergesellschaft    für    Beschäftigte    der    Beckinger Schraubenfabrik   das   Land   nichts   gekostet.   Mehr   als   zwei   Jahre   nach   der   Insolvenz   soll   der Betrag vollständig zurückfließen. Ein   überraschendes   Ende   einer   dramatischen   Pleite.   Das   Saarland   bekommt   aus   der   Insolvenzmasse   Geld zurück    –    die    gesamten    835    000    Euro,    die    in    die    Transfergesellschaft    für    Beschäftigte    der    Beckinger Schraubenfabrik    geflossen    waren.    „Der    Insolvenzverwalter    Biner    Bähr    hat    uns    erklärt,    den    Betrag voraussichtlich   noch   im   Frühjahr   an   das   Land   zurückerstatten   zu   können“,   sagt   Wirtschaftsministerin   Anke Rehlinger (SPD). Die   Auffanggesellschaft   war   vor   knapp   zwei   Jahren   gegründet   worden,   um   Mitarbeiter   des   insolventen Standorts   vor   der   Arbeitslosigkeit   zu   bewahren,   sie   weiter   zu   qualifizieren   und   in   neue   Jobs   zu   vermitteln. Das   Drama   der   Ära   Whitesell   in   Beckingen   drohte   damals   in   einer   Tragödie   zu   enden.   Das   US-Unternehmen hatte   die   frühere   Ruia-Schrauben-Gruppe   mit   vier   Werken   in   Deutschland   aus   der   Insolvenz   übernommen, innerhalb   eines   Jahres   finanziell   ausgesaugt   und   in   den   Ruin   geführt.   Im   Januar   2015   meldete   Whitesell   für die deutschen Betriebe Insolvenz an. Lange   war   ungewiss,   ob   die   Beckinger   Schraubenfabrik   und   die   mehr   als   300   Mitarbeiter   überhaupt   eine Zukunft   haben   würden.   Dass   nicht   alle   ihren   Job   behalten   könnten,   war   klar.   Betriebsrat   und   Gewerkschaft IG   Metall   forderten   deshalb   die   Einrichtung   einer   Auffanggesellschaft.   Das   Land   zog   nach   einigem   Hin   und Her   mit.   Parallel   lief   der   Kampf   um   den   Erhalt   des   Beckinger   Werks   weiter.   Im   Oktober   2015   übernahm schließlich   der   niederländische   Nedschroef-Konzern,   der   auch   in   Saarlouis-Fraulautern   ein   Werk   hat,   den saarländischen    Standort    mit    noch    145    Mitarbeitern    –    und    auch    das    Werk    in    Schrozberg    (Baden- Württemberg). An   drei   früheren   Whitesell-Standorten,   in   Beckingen,   Schrozberg   und   Neuwied,   betreute die   PiS   GmbH   Nalbach   Transferprojekte.   Offenbar   mit   Erfolg:   „Die   Vermittlungsquote   lag bei   88   Prozent.   Von   den   266   Mitarbeitern,   die   in   die   Transfergesellschaft   gewechselt   waren, wurden   234   in   ein   neues   Beschäftigungsverhältnis   gebracht“ ,   sagt   Rehlinger.   Im   Januar   dieses Jahres endete das letzte dieser Projekte. In    Beckingen    habe    die    Transfergesellschaft    eine     Weitervermittlungsquote    von    rund    90 Prozent    erreicht.    „Nach    einer    gesamten    Laufzeit    von    15    Monaten    konnten    114    Personen    erfolgreich vermitteln   werden“,   sagt   Rehlinger.   „Das   war   nur   durch   die   gute   Zusammenarbeit   von   Betriebsrat,   Träger der   Transfergesellschaft,   Gewerkschaft,   Insolvenzverwalter,   Bundesagentur   für   Arbeit   und   Landesregierung möglich.“ Die   bundesweite   Erfolgsquote   solcher   Auffanggesellschaften   liege   im   Durchschnitt   nur   bei   etwa   50   Prozent, hatte   Theo   Bilsdorfer,   Geschäftsführer   der   Gesellschaft   für   Personalmanagement   im   Strukturwandel   (PiS), vor einem Jahr anlässlich einer Bilanz der Vermittlungen in Beckingen gesagt. Quelle:   Saarbrücker-Zeitung